Rahmenprogramm

 

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:00 Uhr

Rathaus Schöneberg, Goldener Saal

 

Joseph Schmidt: Von der jüdischen Liturgie zum Filmschlager

 

Vortrag von Dr. Albrecht Dümling (Berlin)

Moderation: Dr. Simone Ladwig-Winters

 

Joseph Schmidts (1904−1942) Ruhm als Tenor nahm Ende der 1920er Jahre Fahrt auf.  Die technische Errungenschaft „Radio“ verbreitete sich immer mehr. Über dieses Medium gelang es Schmidt, mit klassischen Arien, aber auch populärer Unterhaltungsmusik einen großen Kreis von Menschen zu erreichen.

Innerhalb des diesjährigen Schwerpunkts „Unerhörte Stimmen“ geht der Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling der Frage nach, wie Joseph Schmidt den eher ungewöhnlichen Weg von der synagogalen Musik zur Unterhaltungsmusik beschreiten konnte.

Im letzten Drittel des Abends wird die neue Hörstation zu Joseph Schmidt vorgestellt.

Download der Einladung:
Rahmenprogramm_01_2018.pdf (726,2 KiB)

 

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NEUE VERANSTALTUNGSREIHE:

Mittwoch, 6. Juni 2018

18:00 Uhr

Ausstellungshalle, Rathaus Schöneberg

 

Buchpremiere: „DER KUTSCHER UND DER GESTAPO-MANN – Berichte jüdischer Augenzeugen der NS-Herrschaft im besetzten Polen in der Region Tarnów“ von Gabriel Berger (Lichtig Verlag, Berlin 2018)

 

Lesung und Gespräch

Unsere neue Veranstaltungsreihe, die in der Ausstellungshalle stattfinden wird, starten wir am 6. Juni 2018 mit einer Buchpremiere. Das Buch „DER KUTSCHER UND DER GESTAPO-MANN“ von Gabriel Berger dokumentiert Zeitzeugenberichtevon Überlebenden des Holocaust, die kurz nach Kriegsende aufgezeichnet wurden. Gabriel Berger hat die Berichte aus dem umfangreichen Archiv des Jüdischen Historischen Instituts Warschau ausgewählt, ins Deutsche übersetzt und mit Einführungen und Kommentaren zu historischen Hintergründen versehen. Die Protokolle geben die erschütternden Erinnerungen der Überlebenden an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in der Region Tarnów während der deutschen Besatzung wieder. Diese Augenzeugenberichte werden zum ersten Mal veröffentlicht und sind angesichts der Kontroverse um das neue polnische „Holocaust-Gesetz“ ein brisantes Thema.

 

Vor der Lesung spricht Bärbel Petersen, Moderatorin und Gastgeberin literarischer Salons in Berlin, mit Gabriel Berger über die Berichte, ihre Auswahl und die Hintergründe. Anschließend lesen beide aus den Protokollen. Karsten Troyke, Musiker und Schauspieler, singt zwischen den Texten jiddische Lieder. 

 

 

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Lesung und Gespräch

mit der Zeitzeugin

Rahel R. Mann (Jg. 1937)

 

Mo., 4. Juni 2018

17:30 Uhr 

in der Ausstellung

 

 

Foto H. Jerabek 2017

 

 

Seit März 2014 liest Rahel Mann an jedem ersten Montag des Monats aus dem Buch "UNS KRIEGT IHR NICHT" von Tina Hüttl. Dabei ist es ihr wichtig, nach dem Lesungsteil immer wieder auf die individuellen Fragen der Anwesenden einzugehen.

Rahel Mann hat als Kind versteckt in Berlin überlebt: bei wechselnden Familien und zuletzt in einem Kellerraum in Schöneberg, versorgt von einer Hauswartsfrau. Im Zentrum steht die Frage, wie sie diese Erfahrungen verarbeitet hat und heute als Medizinerin, Psychotherapeutin und Lyrikerin mit ihnen umgeht.

 

Der nächste Termin für die Lesung:

2. Juli 2018